Die Neu-Erfindung Europas

Situations- und Problembeschreibung:
Die ursprüngliche Vision eines vereinigten Europas, einer friedensschaffenden verbindenden Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft ist seit Jahren kaum noch sichtbar. Europa schrumpft in der Wahrnehmung nicht nur junger Menschen auf einen menschenverachtenden Verteilungskampf um wirtschaftliche und finanzielle Ressourcen. Chancen und Vorteile stehen nur selten zur Debatte. Auch der Politik traut die Bevölkerung immer weniger zu: So stellt die große Mehrheit der EU-Bürger der Politik ihrer Länder ein schlechtes Zeugnis aus. 77 Prozent der Bewohner in Euro-Mitgliedsländern sagen nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung vom Juli 2015, die europäische Politik bewege sich "in die falsche Richtung". Eine repräsentative Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts INSA vom Mai 2015 zeigt sogar, dass jeder zweite Deutsche (47 Prozent) Angst vor einem Krieg in Europa hat. In ihren Augen halten die Politiker kaum noch brauchbare Lösungen vor für eine gelingende Integration Europas bereit. Vor diesem Hintergrund wird es immer wichtiger, den verengten Blick zu weiten und auf die völkerverbindenden Ziele der EU zu lenken - auf ihre tatsächliche Erfolgsgeschichte und ihre Möglichkeiten.       

Zielgruppe und Ziel/ Auftrag: 
Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahre. Angestrebt wird eine erhöhte Beteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und mit erhöhtem Förderbedarf ohne Migrationshintergrund, die bisher kaum für das Thema Europa sensibilisiert sind. Wert wird zudem auf eine etwa gleiche Anzahl von Jungen und Mädchen gelegt. 

Das Projekt „Die Neu-Erfindung Europas“ verfolgt fünf zentrale Ziele: Es soll Jugendliche im Rahmen eines interaktives Theaterstücks die Geschichte Europas und seiner Macher lebensnah und unterhaltsam nahe bringen, vermitteln, dass Herausforderungen wie Flüchtlings- und Wirtschaftskrisen in der   Vergangenheit bewältigt werden konnten, Erwartungen und Visionen des jungen Publikums zur Zukunft unseres Kontinents einbeziehen, Chancen und Versäumnisse europäischer Integration begreifbar machen und dazu motivieren, über neue Wege nachzudenken und sich u.a. ehrenamtlich in der Europaarbeit  zu engagieren. 

Inhalt: 

Der Ansatz des Projekts "Die Neu-Erfindung Europas" besteht darin, Jugendliche über den Weg eines partzipativen Theaterstücks an eine Vision Europas heranzuführen. Im Mittelpunkt des Theaterstücks steht die Figur des Elias, der eine flammende Rede zu Europa entwickelt; Wurzeln, Nutzen und Geschichte werden anhand der Diskussionen innerhalb seines Freundeskreises deutlich, Flüchtlings- und Wirtschaftskrisen damals und heute im Zusammenhang erkennbar. So können ohne „Seminartouch“ Hintergründe und Positionen den Jugendlichen nahe gebracht werden.

Dies gilt auch für die historischen Figuren, die sich in der Fantasie des Elias materialisieren und niedrigschwellig Einsichten vermitteln können. Die Kritiker unter seinen Freunden übernehmen die Rolle des Widerparts, um in den Diskussionen zu zeigen, was nicht – wie ursprünglich geplant - in der Praxis funktioniert hat, sie nehmen die Position der Euroskeptiker ein. So wird ein kontroverser Bogen von der Vision zur Realität und zurück gespannt, ohne in trockenen Fakten zu verharren. Darüber hinaus holt  die Besetzung verschiedener „Gremien“ die JUgendlichen aus ihrer Zuschauerrolle, fordert ihre eigenen Meinungen und Wünsche, die im Verlauf des Stückes mitverarbeitet und zur Sprache gebracht werden. 

Das Projekt verknüpft so unterhaltendes und persönlich nachvollziehbares Theater mit historischem Hintergrundwissen zur Entwicklung und zur Bedeutung unseres Kontinents. Zugleich werden die Teilnehmenden motiviert, ihre eigenen Erwartungen an ein zukünftiges Europa in den Blick zu nehmen und zu formulieren. Dem Zuschauer soll so bewusst werden, dass die so wertvolle Vision des Kontinents und die aktuellen Krisen ihr Engagement erfordert. 

Der kreative Ansatz fördert den Wissenszuwachs über eine unterhaltsam-spielerische Auseinandersetzung und erreicht so heterogene Zielgruppen auch mit eher bildungsfernen Jugendlichen. 

Beteiligte:
Europa-Union Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen, 20 Schulen in Nordrhein-Westfalen   

Zeitraum:
2016 - 2017 

Durchführungsort:
20 Städte in Nordrhein-Westfalen

Förderung: 
Staatskanzlei des Landes Nordrhei-Westfalen und Stiftung Mercator

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